Nach 30 Jahren intensivem Training habe ich mein komplettes Konzept umgestellt. Letztes Jahr – nach einem Hyrox im Oktober und einem 6-Stunden-Lauf nur vier Wochen später – habe ich gemerkt, dass mein Körper mit 51 Jahren einfach nicht mehr so mitmacht wie früher. Ich war monatelang völlig ausgelaugt und musste einsehen, dass sich meine Regeneration verändert hat.
Da ich keine Lust habe, nach jedem Lauf zwei Tage auf der Couch zu liegen, habe ich mein Training komplett neu ausgerichtet. Mein Ziel ist es nicht mehr, eine extreme Fitnessmaschine zu werden oder für den nächsten Wettkampf zu schuften. Ich möchte einfach über dem Durchschnitt leben, verletzungsfrei bleiben und mich optimal auf das Alter in 20 Jahren vorbereiten. Als Trainer möchte ich genau das vorleben.
Mein neues Trainingskonzept
Morgendliche Routine: Ich stehe jetzt oft um 5:00 Uhr morgens auf, um die absolute Ruhe in der Natur zu genießen und einfach in Bewegung zu kommen.
Fokus auf Rucking: Drei- bis viermal die Woche packe ich mir einen Rucksack mit etwa 10 % meines Körpergewichts und gehe für rund 45 Minuten zügig (mit 5 bis 6 km/h) spazieren. Das Tolle am Rucking ist, dass es den gesamten Körper fordert, mich aber im Gegensatz zum Laufen nicht völlig zerstört.
Funktionelles Krafttraining: Neben dem Gehen setze ich im Alltag und im Beruf voll auf Tools wie Kettlebells, Clubbells und Steel Maces, um meine Belastbarkeit zu sichern.
Mein Rat an alle: Steht einfach mal eine halbe Stunde früher auf, geht raus und nutzt die Stille, um sowohl körperlich als auch mental fit zu bleiben.